Brötchen aus meiner Kindheit

In meiner Kindheit gab es Brötchen, die entgegen der heute allgegenwärtigen „Luftnummern“ noch Substanz und Geschmack hatten. Klar, man hat oftmals eine sehr verklärte Sicht auf die eigene Kindheit aber ich erinnere mich noch gerne daran, wie wir als Kinder die Brötchen ausgehöhlt und den weichen Teigkern, als Kugeln geformt, gegessen haben und erst danach die knusprige Hülle. Ich versuche mir vorzustellen wie das bei den heutigen Brötchen aussehen würde. Von einem nennenswerten Teigkern könnte man zumindest nicht mehr sprechen.

Ich habe lange nach einem Rezept gesucht was mir die Brötchen aus meinen Erinnerungen zurückbringt und ich habe es gefunden. Ob es genau die Brötchen von damals sind, wird sich wohl nicht mehr eindeutig feststellen lassen aber sie kommen doch sehr nahe dran. Es ist jedesmal wie eine Reise in die Vergangenheit wenn ich das Rezept backe.

Hinweise

  • Hilfsmittel: Dieses Rezept wird teilweise mithilfe eines Thermomix umgesetzt.
  • Arbeitszeit: 15 Minuten
  • Gehzeit: 60 Minuten
  • Backzeit: 15 bis 20 Minuten
  • Portionen: 6 Doppelbrötchen

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl
  • ½ Würfel Hefe
  • 1-1½ TL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 250 g Wasser

Zubereitung

Als erstes gibt man das komplette Wasser in den Mixtopf, zerbröckelt die Hefe hinein und streut eine Prise Zucker darüber. Das wird jetzt 2 Minuten lang bei 37°C und Stufe 2 erwärmt. Alternativ könnte man dies auch in einer kleinen Schale mit handwarmen Wasser erreichen (siehe dazu meinen Artikel zum Weißbrot). Nachdem wir den Thermomix aber auch zum kneten des Teigs verwenden werden, können wir auch gleich die Hefe im Mixtopf erwärmen.

Als nächstes kommt das Salz und Mehl in den Mixtopf und man lässt die Zutaten 3,5 Minuten mit der Knetstufe ordentlich verkneten.

Den fertigen Teig füllt man eine Schüssel um und deckt diese ab. Verwendet am besten Frischhaltefolie und kein Tuch. Durch die Frischhaltefolie bleibt der Teig rundherum feucht und elastisch. Den Teig lässt man so mindestens 45 Minuten an einem warmen Ort gehen.

Im nächsten Arbeitsschritt zerteilt man den Teig in 10 bis 12 Teiglinge und formt daraus runde Brötchen, die man auf ein Backblech mit Backpapier legt. Ich setze dabei immer zwei Teiglinge direkt nebeneinander, dadurch ergeben sich Doppelbrötchen, genau wie ich sie von früher her in Erinnerung habe. Wenn alle Brötchen geformt sind, drückt man diese noch etwas flach und schneidet sie einmal tief ein.

Jetzt besprüht man die Brötchen ordentlich mit Wasser. Alternativ kann man sie auch mit einem Pinsel einstreichen. Die Brötchen mit einem Küchentuch abdecken und weitere 20 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit stellt man einen Teller oder eine Tasse mit Wasser in den Backofen auf den Boden und heizt diesen auf 230°C (Ober-/Unterhitze) vor.

Bevor man die Brötchen in den vorgeheizten Backofen schiebt, noch einmal mit Wasser besprühen oder einpinseln.

Die Brötchen circa 15 bis 20 Minuten fertigbacken. Danach die Brötchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Fertig!

Tipp:

Damit die Brötchen an den folgenden Tagen genauso lecker schmecken wie frisch zubereitet, diese einfach vor Verzehr kurz, unter einem Wasserhahn, nass machen und bei 120°C Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten im Backofen erwärmen. Ich habe immer den Eindruck das die Brötchen dadurch noch besser schmecken, als am ersten Tag.

3 Kommentare zu „Brötchen aus meiner Kindheit“

    1. Danke!!! Backen ist auch eines meiner Hobbys, da kann man sich so schön kreativ ausleben. Bisher habe ich dazu aber nie was geschrieben. Jede Woche gibt es frische Brötchen, Brot, Hörnchen, usw. und am Wochenende Kuchen, Muffins, Donuts, etc. Ich kann dabei super abschalten und alles andere hinter mir lassen. Ich habe einen Bäcker schon mindestens seit fünf Jahren nicht mehr von innen gesehen…

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